Casa das Flores
Hafen von Câmara de Lobos auf Madeira mit Palmen, Fischerbooten und Leuchtturm
Unser Paartag #1 · Funchal

Hop-on-Hop-off in Funchal – lohnt sich das? Unsere ehrliche Erfahrung

Den Hop-on-Hop-off-Bus haben wir immer als Touri-Ding abgetan und ein klein wenig belächelt. Bis heute.

In unserem kleinen Gästehaus Casa das Flores oberhalb von Funchal geben wir für unsere Gäste alles. Wir haben immer die besten Tipps parat, bereiten das Frühstück vor, und hier und da wird auch mal selbst geputzt. Und was bleibt dabei auf der Strecke? Richtig. Wir selbst.

Deshalb haben wir uns jetzt fest vorgenommen: Montag ist Paartag! Abwechselnd überlegen wir uns, womit wir dem anderen eine Freude machen können. Gern auch mal was Verrücktes. Hauptsache, wir machen was Schönes zusammen.

Heute war Michel dran. Und womit überrascht er mich? Mit Tickets für den Hop-on-Hop-off-Bus. 😄 Ganz ehrlich, den haben wir immer als Touri-Ding abgetan. Tja. Bis heute.

Vorab: Gelb oder Rot? Achtung!

In Funchal fahren zwei Hop-on-Hop-off-Busse, ein gelber und ein roter. Und jetzt kommt's: Beide fahren praktisch die gleiche Strecke, nur der Preis ist unterschiedlich! Den gelben gibt's ab 19 €, den roten ab 26 €. Wir hatten den gelben: 24 Stunden gültig, Funchal und Câmara de Lobos inklusive, und eine kleine Weinprobe bei Blandy's gab's sogar noch obendrauf. Also: Augen auf beim Ticketkauf!

Das Wichtigste auf einen Blick (Stand: Oktober 2026)

Los geht's in Funchal

Von uns zu Hause sind es etwa 20 Minuten zu Fuß runter an die Promenade, und dort ging's los. Ein Kreuzfahrtschiff lag im Hafen, also gab's eine kleine Schlange, aber alles noch im grünen Bereich.

💡 Mein Tipp: Sobald zwei oder mehr Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, wird's voll. Die Kreuzfahrtgäste starten meist früh am Morgen, also fahrt lieber etwas später los. Oder schaut vorab im Internet nach, an welchen Tagen weniger Schiffe angekündigt sind, und plant euren Ausflug dann.

Und dann ab aufs Oberdeck! Allein schon die Perspektive: Wenn man alles mal von oben sieht, sieht Funchal plötzlich ganz anders aus.

Gelber Doppeldecker-Sightseeingbus Yellow Bus an der Haltestelle 1 an der Promenade von Funchal unter Palmen
Hier geht's los: Haltestelle 1 an der Promenade
Offenes Oberdeck des Hop-on-Hop-off-Busses in Funchal mit Sitzreihen, Palmen und blauem Himmel
Oben ohne durch Funchal

Erste Pause: Pico dos Barcelos

Am Pico dos Barcelos sind wir das erste Mal ausgestiegen und ab ins Café. Kaffee? Nein, nicht bei mir, ich trinke nie Kaffee. Für mich gab's einen frisch gemachten Smoothie. Und dazu, kleine Empfehlung von mir, hausgebackene Kekse von der Fábrica Santo António aus Funchal. Probiert die mal!

Sabine und Michel auf der Café-Terrasse am Pico dos Barcelos mit Smoothie und Keksen der Fábrica Santo António
Smoothie statt Kaffee, dazu Kekse von der Fábrica Santo António

Da saßen wir dann, mit Blick über die ganze Bucht, und haben uns wirklich gefühlt wie im Urlaub. Einfach grandios.

Câmara de Lobos: unser Highlight

Nächster Stopp: Câmara de Lobos. Ein kleiner Fischerort, der sich seine Natürlichkeit bewahrt hat. Bunte Fischerboote am Hafen, rote Schirme über den Gassen und jede Menge kleine Bars und Restaurants, die man wirklich empfehlen kann.

Bunte Fischerboote an Land im Hafen von Câmara de Lobos, Madeira
Die bunten Fischerboote gehören hier einfach dazu

Und Fisch? Den gibt's hier hervorragend. Wir waren in einem der vielen kleinen Restaurants am Hafen. Bei mir sind's Lulas geworden, kleine Calamaretti. Michel hat sich für Bacalhau entschieden, mit kleinen Kartöffelchen in einem wunderbaren Knoblauchöl und frischer Paprika. Lecker!

Und danach? Na klar, ein Poncha muss sein. Den gibt's zwar überall auf Madeira, aber in Câmara de Lobos ist er wirklich besonders gut.

Michel jubelnd unter roten Schirmen in einer Gasse mit Restaurants in Câmara de Lobos, Madeira
Michel unter den roten Schirmen
Bunt dekorierte Gasse in Câmara de Lobos mit hängenden Dekorationen, roten Schirmen und einer Poncha-Bar
Bunte Gassen und Poncha-Bars an jeder Ecke

💡 Mein Spartipp: TheFork

Ladet euch die App TheFork runter! Bei vielen Restaurants bekommt ihr darüber 30 bis 50 % Rabatt aufs Essen. Und als wäre das nicht genug, sammelt ihr bei jeder Reservierung noch Punkte, sogenannte Yums, die es zusätzlich als Rabatt zurückgibt. Uns hat das heute 25 € gespart.

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Blick über die Bucht von Câmara de Lobos mit roten Dächern, Meer und Steilküste
Zum Abschied noch mal der Blick über die Bucht

Mit Wind um die Ohren zurück

Die Rückfahrt haben wir so richtig genossen. Frischer Wind um die Ohren, Kopfhörer drin, und dabei haben wir noch so einiges erfahren, was wir noch nicht wussten. Und das, obwohl wir hier leben!

Küste von Funchal mit Palmen und Blick auf die Steilküste von Cabo Girão unter Wolken
Auf dem Rückweg: Blick die Küste entlang bis zum Cabo Girão

Zum Abschluss: ein Gläschen bei Blandy's

Zurück in Funchal wartete noch ein kleines Extra auf uns: Bei unserem Ticket war eine Weinprobe bei Blandy's inklusive, ein Glas echter Madeirawein. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen!

Zwei Gläser Madeirawein bei Blandy's in Funchal, dahinter lacht Michel
Prost! Ein Glas Madeirawein
Historische hölzerne Weinpresse bei Blandy's Wine Lodge in Funchal, Madeira
Die alte Weinpresse bei Blandy's

Mein Tipp: Bei Blandy's lohnt es sich sowieso, mal reinzuschauen. Schon die riesige alte Weinpresse aus Holz ist beeindruckend, und überall stehen Flaschen mit Jahrgängen, die älter sind als wir. Wenn ihr ein bisschen Zeit habt, bucht direkt die Führung. Da seht ihr, wie der Madeirawein hergestellt wird. Richtig spannend!

Holzregale mit alten Madeirawein-Flaschen verschiedener Jahrgänge bei Blandy's in Funchal
Jahrgänge, die älter sind als wir

Unser Fazit: Lohnt es sich?

Absolut ja! Ihr bekommt einen wunderbaren Überblick über Funchal und den Nachbarort, traumhafte Ausblicke und ganz nebenbei jede Menge Infos. Und wir? Wir hatten einen wunderschönen Tag zusammen. Und ganz nebenbei haben wir wieder neue Tipps gesammelt, die wir an euch weitergeben können. Unseren Gästen empfehlen wir den Bus jetzt jedenfalls mit gutem Gewissen, gerade am ersten Tag, um Funchal kennenzulernen.

Nächsten Montag bin ich dran, und ich hab schon eine Idee … Wollt ihr wissen, wie es weitergeht? Dann folgt uns auf Instagram @casadasflores.madeira.

Noch mehr Ideen für euren Madeira-Urlaub? Welche Feste sich lohnen, lest ihr in Feste auf Madeira 2026 & 2027, und warum wir beim Wandern die Instagram-Hotspots links liegen lassen, in Wandern auf Madeira.

Bis bald und liebe Grüße
Sabine

Ihr wollt Madeira auch so erleben, mit Insider-Tipps von Gastgebern, die hier leben? Dann kommt doch zu uns in die Casa das Flores! Schaut mal in unseren Kalender. Und mit Poncha-Tipps für Câmara de Lobos helfen wir natürlich auch gern weiter.

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Mehr Paartage und Madeira-Tipps?

Unser Newsletter ist gerade im Aufbau. Bis dahin teilen wir neue Beiträge und Eindrücke von der Insel auf Instagram — und für Fragen zu deinem Aufenthalt sind wir per WhatsApp da. Übrigens: Auch zu Weihnachten gibt's hier jede Menge zu erleben, mehr dazu in unserem Artikel Weihnachten auf Madeira.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Hop-on-Hop-off-Bus in Funchal?

Ja, vor allem am ersten Tag: Vom offenen Oberdeck seht ihr Funchal aus einer ganz neuen Perspektive, und über den Audioguide erfahrt ihr ganz nebenbei jede Menge über die Insel. Man kann beliebig oft aus- und wieder einsteigen, zum Beispiel am Pico dos Barcelos oder in Câmara de Lobos.

Was kostet der Hop-on-Hop-off-Bus in Funchal?

Den gelben Yellow Bus gibt es ab 19 € für 24 Stunden inklusive Câmara de Lobos, Kinder von 4 bis 10 Jahren zahlen 9,50 €. Der rote Bus kostet ab 26 €. Stand: Oktober 2026.

Was ist der Unterschied zwischen dem gelben und dem roten Bus?

Beide fahren praktisch die gleiche Strecke durch Funchal, der rote ist aber teurer. Bei unserem gelben Ticket war sogar ein Glas Madeirawein bei Blandy's inklusive.

Was sollte man in Câmara de Lobos unbedingt probieren?

Einen Poncha natürlich, den gibt's hier an jeder Ecke und besonders gut. Und unbedingt einen Nikita, der wurde in Câmara de Lobos erfunden! Eigentlich verrät man vorher nicht, was drin ist, sonst traut man sich gar nicht. Ich tu's trotzdem: Vanilleeis, Ananas oder Maracuja, Bier, Wein und meist noch ein Schuss Aguardente. Keine Angst, es gibt ihn auch alkoholfrei. Probiert unbedingt den mit Maracuja, der ist so, so lecker! Und frischen Fisch gibt's rund um den kleinen Hafen in vielen guten Restaurants.

Wie lange ist das Ticket gültig?

Das günstigste Ticket gilt 24 Stunden ab der ersten Fahrt. Es gibt auch Tickets für 48 Stunden oder mehrere Tage, teils mit Cabo Girão.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Busfahrt?

Wenn zwei oder mehr Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, wird es voll, denn die Kreuzfahrtgäste starten meist früh am Morgen. Startet dann lieber etwas später oder schaut vorab im Internet, an welchen Tagen weniger Schiffe angekündigt sind.

Wo übernachtet man am besten in Funchal?

Das hängt davon ab, was ihr sucht. Im Lido-Viertel im Westen liegen die großen Hotels mit Pool nah am Meer. In der Altstadt (Zona Velha) seid ihr mittendrin, mit Restaurants und Bars vor der Tür, abends kann es dort aber laut werden. Ruhiger und mit Blick über die Bucht wohnt ihr in den Vierteln oberhalb der Stadt, so wie bei uns in der Casa das Flores in Santa Maria Maior, oberhalb der Altstadt. Bis in die Altstadt sind es von uns etwa 20 Minuten zu Fuß bergab, zurück nehmt ihr am besten Bus oder Bolt.